Volker Grescho (Dipl.-Ing. Geoinformatik, FH)

Geo-, Datenbankenmanagement und Internetauftritte

Was ist los mit Black Lives Matter in Deutschland?

War's das schon? Sind alle an einem Wochenende mal raus gegangen und haben gegen den Rassismus gegenüber Schwarzen hauptsächlich in den USA (woanders soll es auch Schwarze geben) demonstriert. Und das auch noch unter Nichteinhaltung von Abstandsregeln bzw. Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, was dann auch von den Hauptmedien wenig bis gar nicht kritisiert wurde?
Oder wurde hier einfach bewusst der Druck aus dem Kessel gelassen, der sich über Wochen und Monate im Lockdown aufgestaut hatte. Und nun sitzt das selbstzufriedene Klick- und Wischvieh wieder zu Hause und klopft sich auf die Schulter, weil es ja auf der richtigen Seite stand.

 

Dabei wird übersehen, dass der Rassismus gegen Schwarze

  1. nicht der einzige Rassismus ist,
  2. nicht das eigentliche Problem ist.

Genauso gut könnte man auch den Rassismus gegen Mittel- und Südamerikaner anklagen, oder den Rassismus gegen Afrikaner, Asiaten usw.. Wird aber nicht gemacht.

Das eigentliche Problem ist der Kampf Reich gegen Arm. Und da die meisten Schwarzen, Mittel- und Südafrikaner und Asiaten arm sind, haben sie schon daher weniger Zugriff auf Freiheitsrechte, Bildung, Arbeit usw.

Wo wir wirklich ran müssen, ist der nicht gerechtfertigte Reichtum einiger Weniger (meist Weiße, aber auch die meisten Weißen sind nicht reich), die damit so viel Einfluss erhalten, dass sie über Andere bestimmen können. Zum Beispiel, dass sie arm bleiben, keine ausreichende Bildung erhalten, keinen gute Arbeit haben, eingeschränkte Freiheitsrechte usw..

Wir müssen weg kommen von einem kanalisierten Kampf gegen Rassismus hin zu einem Kampf für eine faire Verteilung von Vermögen. Darin liegt der Schlüssel für unsere weitere Zukunft!

24.07.2020

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